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Abstracts 31. TINPLATE Forum 2017


Baustile von Blechbahnhöfen  ↓ Klaus-Dieter Wenzel
Addendum: Der Stuttgarter Hbf von Märklin  ↓ Norwin Rietsch
Spur 0 in Tschechien nach 1945  ↓ Dieter Käßer
MITROPA und CIWL im Blick Nürnberger Tinplate-Hersteller  ↓ Manfred Dietz
HORNBY TRAINS auf dem Kontinent
Im Fokus MITROPA und SBB + CFF !  ↓
H. Gonzenbach
Addendum: Ottenjann  ↓ Klaus-Dieter Wenzel
BLS-Loks als Nürnberger Vorbilder  ↓ Gilbert Weber
Lionel und die großen Spuren in den USA  ↓ Erhard Kohn
Autobahnen von Tipp Co. und anderen  ↓ Frank Blache
Die Elektrische Miniatur-Autobahn von Märklin  ↓ Rainer Haug
Die Bub-Autobahn  ↓ R. Haug u. D. Käßer





Abstracts
     Architektur der Blechbahnhöfe Autor: Klaus-Dieter Wenzel
Als Architekt & Modellbauer entwickelt man ein besonderes Verhältnis zur Architektur der Blech-Bahnhöfe. Was waren Ihre Vorbilder? Wie wurden sie gebaut? Welche Stilepochen in Blech geprägt? Der Vortrag skizziert den Weg der "Frühen Eisenbahnen", wie der Manchester & Liverpool Railway und frühen Blechbahnhöfen von Bing, Bub, Carette, E.F.LEFEVRE, Issmayer, Rock & Graner`s Nachfolger, bis zum Stuttgarter Bahnhofsmodell von Märklin 1930. Neben Maßstabs-,Stil- und Vorbildfragen soll das seit 45 Jahren immer wieder heiß diskutierte Thema "(Zu) Großer Bahnhof der "Stuttgarter" für Spur 00" oder gar zu klein? behandelt werden.
  
     Die Entwicklung der Märklin Modell-Bahnhofsanlage Stuttgart Autor: Norwin Rietsch
Wie im Vortrag von Klaus-Dieter Wenzel "Tintoy Bauten der Eisenbahn-Teil 1 Grundlagen- Architektur der Blechbahn-höfe" dargestellt, brachte Märklin kurz nach Fertigstellung des Stuttgarter Hauptbahnhofes ein Modell davon heraus. Die Ein-ladungskarte der Spielwarenhändler zur Leipziger Frühjahrsmesse vom 2. bis 8. März 1930 kündigt, neben einem "Metallbaukastenmodell des berühmten Mercedes Renn-Wagen Super-Sport-Modell SS", als absolutes "Non plus ultra" die neue Modellbahn-Bahnhofsanlage Modell Stuttgart als "unübertroffen an Schönheit und eleganter Form" mit dem Foto eines Handmusters an.
  
     Tschechische Blechbahnen nach 1945 - MERKUR, IGRA TIOKA und Co. Autor: Dieter Käßer
In Tschechien existierten zwischen 1930 und 1970 einige Hersteller von Blechbahnen. Namen wie TIOKA oder HUSCH sind heute noch bekannt ebenso die Firma MERKUR die heute, nach ca. 30-jähriger Pause, wieder Blech-Eisenbahnen produziert. Aber neben diesen "bekannten" Herstellern gab es noch einige Weitere die heute fast vergessen sind. Ziel dieses Vortrages ist es eine Übersicht über die Hersteller und Ihre Produktion von Blechbahnen der Spurweiten 0 und "S" zu geben; den aktuellen Wissensstand wiederzugeben, sowie Fragen aufzuwerfen und zu einer tieferen Erforschung einzuladen.
  
     MITROPA und die Fehlfarben Autor: Manfred Dietz
Vor 100 Jahren, am 1.1.1917 nahm die MITROPA, die "Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft" ihren Betrieb auf. Sie war im ersten WeltKrieg als Gegengewicht zur CIWL, der "Compagnie Internationale des Wagons Lits" gegründet worden und sollte die Schlaf- und Speisewagendienste in Deutschland und Österreich-Ungarn betreiben. Die MITROPA erlebte in den 20er und 30er Jahren ihren Höhepunkt.

Die meisten Hersteller von Spielzeugeisenbahnen präsentierten früh Wagen beider Gesellschaften, die sich in der Farbgestaltung unterschieden. Ab ca. 1922 lackierte die CIWL ihre Wagons überwiegend blau, während Mitropa ab ca.1927 ihre Wagons rot lackierte. Märklin übernahm Farbgebung und Emblem der Vorbilder weitgehend vorbildgerecht. Bei den Nürnberger Blecheisenbahnherstellern gab es teilweise recht spielzeughafte Nachbildungen der Schlaf-und Speisewagen. Dabei wurde der korrekten Zuordnung von Waggonfarbe und Betreibergesellschaft nur wenig Beachtung geschenkt.

Der Beitrag streift kurz die Geschichte der beiden Gesellschaften MITROPA sowie CIWL und geht dann ausführlich auf die verschiedenen Schlaf-und Speisewagen mit ihren teils richtigen und teils "fehlfarbigen" Farbgestaltungen der Nürnberger Hersteller BING, KRAUS, BUB und DOLL ein.
  
     HORNBY Trains auf dem Kontinent ?
- im Fokus MITROPA und SBB + CFF !
Autor: Hansueli Gonzenbach
Die Marke "HORNBY TRAINS" gehörte zum "MECCANO Ltd" Konzern mit Sitz in Liverpool, GB. In den 1930er Jahren war sie auf Expansionskurs. Fahrzeuge für Argentinien, Kanada, Neuseeland, Südafrika und USA, letztere mit eigener Tochterfirma, sind bekannt und dokumentiert. Hinlänglich bekannt sind auch die Modelle, welche für, oder im eigenen Werk in Frankreich produziert wurden. Kaum oder gar nicht bekannt sind hingegen einige Modelle für andere Länder auf unserem Kontinent. Die in England beheimatete Firma hatte hier Mühe Fuss zu fassen. Der Beitrag beleuchtet die Gehversuche mit MITROPA und SBB+CFF.
  
     Ottenjann`s Firmen 1949-1965 Autor: Klaus-Dieter Wenzel
Ottenham, Ottentann, Ottenhann, Albert Ottenjann, August Ottenjann und "Ottenjann Aus Oldenburg" Oder gar Tottenham? Diese alternativen Namen sind mir bei der Recherche begegnet. Ottenjann ist heiß geliebt & unerforscht! Selbst 25 Jahre nach Entdeckung der Firma wird all unser Wissen zur Firmengeschichte aus mündlichen Überlieferungen geschöpft. Auf herkömmlichen Wegen ist die Firma praktisch nicht recherchierbar, denn Kataloge und Preislisten sind bislang unbekannt.
Der Vortrag informiert über den aktuellen Forschungsstand zur Hanseatisch Oldenburgischen Blechspielwarenfabrik August Ottenjann. Eine umfassende Retrospektive ist geplant, sobald alle Informationen von Zeitzeugen vorliegen.
  
     BLS-Loks als Nürnberger Vorbilder Autor: Gilbert Weber
Anfangs des 19. Jahrhunderts begann bei den Eisenbahnen die Elektrotraktion langsam Fuss zu fassen. In der Schweiz, die kaum eigenen Kohlenvorräte, dafür über unerschöpflich viel Wasserkraft verfügte die sich für die Stromproduktion eignete, wurde bereits Ende der 1920er-Jahre der überwiegende Teil der Traktion mit Elektrolokomotiven bewältigt. Märklin nutzte deshalb bei der Kreation ihrer Spur 0 und 1 E-Loks die grosse Vorbildauswahl bei den SBB. In den Nürnberger Herstellerkreisen entstanden anfänglich in der Eile viele Fantasieobjekte. Da das Thema SBB bereits besetzt war, suchte man nach Alternativen europäischer Vorbilder und wurde bei der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn - BLS - fündig.
  
     Lionel in den USA Autor: Erhard Kohn
Die Fa. Lionel wurde 1900 von Joshua Lionel Cowen in New York gegründet und als Lionel Mfg. Co. eingetragen. Lionel "erfand" die 2?" Spur 1906, nannte sie "Standard" und ließ sie als Trademark schützen. Bis 1920 war sie ein reines Lionel System. Danach gab es mehrere Mitanbieter, die diese Spur dann "Wide Gauge" nannten, und die Spur entwickelte sich bis 1939/42 (als die Produktion kriegsbedingt eingestellt wurde) zur großen Blechbahnspur in USA. Dieser Beitrag soll einen Überblick über das Lionel "Standard Gauge" Programm dieser Zeit geben.
  
     Reichsautobahnen gab es nur bei Tipp & Co. Autor: Frank Blache
Ursprünglich waren selbstfahrende Autos auf Modellbahnanlagen nicht zu finden. Erst findige Anlagenbauer brachten die Autos und die Autobahnen zusammen. Das Referat beschäftigt sich mit dem Entstehen von Autobahnen für die Parkettböden der gutbetuchten Bürgersöhne. Es beginnt bereits 1912, kurz nach der Erfindung der System Spielbahn durch Märklin. Der vorläufige Höhepunkt liegt in den 1930er Jahren und wird von Märklin, Roussy und Tipp & Co. gestaltet. Das Jahrhundert Projekt "Reichsautobahn" war die treibende Kraft dahinter. Dies alles waren Vorläufer der heute noch beliebten Autorennbahnen von Carrera und Co.
  
     Die Elektrische Miniatur-Autobahn von Märklin Autor: Rainer Haug
Die Märklin Neuheitenliste von 1937 zeigt eine Vielzahl an interessanten Neuheiten, leider sind nicht alle Pläne verwirklicht worden. Auf Seite 3 wird eine elektrische Miniatur-Autobahn gezeigt, diese ist aber vermutlich nie in Serie produziert worden. Jedoch ist diese Bahn im Märklin Archiv erhalten geblieben.
2016 ist nun ein Auto solch einer Miniatur-Autobahn bei einer Auktion versteigert worden. Auf einer Internetauktion wurde ein weiteres unvollständiges Fahrzeug gefunden. Aufgrund dieser Funde ist es nun möglich diese Bahn einmal genauer zu betrachten.
  
     Bub elektrische Autobahn Autoren: Rainer Haug/
Dieter Käßer
Anfang der 50er Jahre findet man in den Karl Bub Katalogen und Preislisten ausschließlich Eisenbahnen, dabei hat es zu dieser Zeit auch andere Spielwaren von Karl Bub gegeben. So gab es verschiedene Uhrwerksautos sowie eine elektrische Autobahn. Diese elektrische Autobahn von Bub war eigentlich sehr modern, war sie doch ein echter "Slot-Racer". Bei Bub war die Autobahn aber wohl kein großer Erfolg, dennoch sind Spuren dieser Bahn bis zum Ende der 50er Jahre zu finden bevor diese dann auch verschwinden.




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